Belegstelle

Buckfast-Belegstelle „Annaburger Heide“

Unsere Belegstelle in der Annaburger Heide liegt in einem nur mit Zugangskontrolle zugänglichen Bereich der Annaburger Heide, am Dreiländereck Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Im Norden grenzt das Vogelschutzgebiet „Annaburger Heide“ an. Die bewaldetet Heide bietet guten Schutz gegen  Witterungseinflüsse. Der Wald ist mit großen Freiflächen durchsetzt.
Die Belegstelle befindet sich am Rande einer dieser mehrere Hektar goßen Freiflächen. Ein in unmittelbarer Nachbarschaft fließender kleiner Bach sorgt auch im Hochsommer für ausreichend Wasser.

Die Distanz zum nächsten frei zugänglichen Ort, ausserhalb des Sperrgebietes, beträgt über 4 km. Durch diese Distanz entfällt weitestgehend ein Zuflug von Fremddrohnen aus der Umgebung.
Die Annaburger Heide ist im wesentlichen imkerliches Niemandsland, da außer der Heide, im August / September keine nennenswerte Tracht zu erwarten ist.
Das Gebiet im Umkreis von ca. 12 km wird ausschließlich Forstwirtschaftlich genutzt.
Als Landbelegstelle wird der Zuflug von Fremddrohnen durch die Aufstellung ausreichend vieler Drohnenvölker begrenzt.

Warum überhaupt Zucht über die Vaterseite auf einer Belegstelle?

Um unsere Bienenvölker auf einer wirtschaftlich gesunden Basis zu halten und sicherzustellen, dass sie überhaupt überleben, kann es zusammenfassend nur ein übergeordnetes züchterisches Kriterium geben:

Mit möglichst wenig Aufwand starke Bienenvölker aufzubauen, die auf Grund ihrer Volksstärke und ihres Sammeleifers gute Erträge erbringen!

Auf Belegstellen können problemlos viele tausend Königinnen begattet werden. Diese Stückzahlen über eine künstliche Besamung zu erreichen, ist wesentlich arbeits- und kostenintensiver. Das Eine braucht das Andere jedoch nicht auszuschließen, sondern muss sich sinnvoll ergänzen. Die züchterisch aktiven deutschen Großimkereien ziehen allerdings die Begattung ihrer Königinnen auf Belegstellen vor.

Von Bedeutung ist, dass bei der natürlichen Begattung nur die stärksten und vitalsten Drohnen der Königin folgen können. Das stellt eine natürliche, von Menschen unbeeinflusste, Form der Selektion dar. Allerdings ist es schwer, diesen Vorteil ohne Zuflug von Fremddrohnen sicherzustellen.

Das Erreichen von Zuchtzielen mit einer hohen genetischen Erbfestigkeit (wie z. B. die Reduzierung der Schwarmneigung) ist aus Sicht deutscher Imker nur schwer ohne eine gute bzw. mehrere gute Belegstellen zu erreichen. Nicht jede Königin kann von einer Belegstelle kommen, deshalb ist eine Basiszucht über die mütterliche Seite mit Standbegattung die konsequente und logische Fortsetzung der Zucht.

Ziel einer jeden Belegstelle ist es, zu jedem Zeitpunkt der Begattungsperiode für ausreichend viele, vitale und zeugungsfähige Drohnen einer bestimmten Zuchtrichtung zu sorgen. Die erfolgreiche und verantwortungsvolle Führung einer Belegstelle ist eine Aufgabe die ein hohes Maß an imkerlicher Erfahrung und Fingerspitzengefühl voraussetzt. Der Nachteil gegenüber einer Inselbelegstelle bezüglich des Zuflugs fremder Drohnen lässt sich nach unserer Meinung gut durch den Aufbau eines hohen natürlichen Drohnendrucks ausgleichen. Wir sind inzwischen sicher, dass unsere Belegstelle bezüglich der Sicherheit alle Voraussetzungen zur züchterischen Weiterentwicklung der Buckfastbiene erfüllt. Unsere Zuchterfolge sprechen für sich.

Auf einem großflächigen, windgeschützten Areal von mehreren Hektar Größe ist eine lockere Aufstellung der Begattungskästen möglich.

Die Drohnenvölker werden grundsätzlich mit Honig- Futterteig gefüttert, um etwaige Trachtlücken und Schlechtwetterperioden zu überbrücken. Die Drohnen müssen zu jedem Zeitpunkt ihres kurzen Lebens mit den Füßen im Nektar stehen! Wir gehen jedoch davon aus, dass die Versorgung mit Nektar und Pollen im eigentlichen Sommer durch eine in unmittelbarer Nähe liegende Wildwiese, und durch die angrenzenden großflächigen Waldflächen im Vogelschutzgebiet gewährleistet ist. Damit ist eine optimale Kondition unserer Drohnenvölker während der gesamten Begattungsperiode gewährleistet.

Die Führung von Drohnenvölkern und die Führung von Wirtschaftsvölkern sind zwei völlig verschiedene Dinge. Aus diesem Grund werden die Zucht und die Produktion von Honig voneinander getrennt. Zucht und Vermehrung lassen sich niemals mit einem maximalen Honigertrag vereinbaren! So werden beispielsweise ab Anfang April zeitlich versetzt, Drohnenrähmchen ans Brutnest gehängt. Ab ca. dem 25. Mai verfügen wir dann über ausreichend Drohnen verschiedener Altersstufen. Die Benutzung des Absperrgitters zum Honigraum verbietet sich, um den Freiern während längerer Schlechtwetterperioden Schutz vor aggressiven älteren Damen zu bieten. Selbstverständlich verbleibt ein Teil des Honigs bei den Völkern.

Anfang Juli werden alle Drohnenvölker entweiselt, die Drohnen dürfen sich dann bis Ende Juli/Anfang August einer besonders guten Pflege erfreuen. Da uns danach die Begattungsergebnisse nicht mehr überzeugt haben, schließen wir die Belegstelle ab Ende Juli.

Ein weiteres entscheidendes Kriterium für das erfolgreiche Funktionieren einer Belegstelle, ist die Anzahl der aufgestellten Begattungseinheiten in Relation zu den Drohnenvölkern. Bei uns werden lediglich 20 Begattungseinheiten pro Drohnenvolk gleichzeitig aufgestellt. Drohnen können nie genug auf einer Belegstelle sein! Anders gesagt, es dürfen zu keinem Zeitpunkt zu viele Begattungseinheiten aufgestellt werden.

Pro Durchgang können daher nur maximal 200 Einheiten aufgestellt werden.

Unsere Belegstelle steht grundsätzlich allen interessierten Königinnenzüchtern offen. Wir bitten um konsequentes Beachten der üblichen Regeln und Vorschriften, insbesondere um die Vorlage eines Gesundheitszeugnisses. Anlieferung ausschließlich nach vorheriger Anmeldung jeweils:

Anlieferung jeden Samstag zwischen 9.00-12.00 Uhr.
Abholung  jeden Sonntag zwischen 9.00-12.00 Uhr

Wir bitten um Verständnis, dass es den Züchtern nicht möglich ist, die Belegstelle auf Grund der notwendigen Durchfahrtsgenehmigungen, direkt aufzusuchen.

Alle Details zu Beschickung und Anmeldung schicken wir Ihnen gerne zu. Sie können sich das Dokument aber auch hier herunterladen bzw. die Anmeldung hier vornehmen.

Die Anlieferung und Abholung erfolgt bei:

Zschopautaler Imker
Kopernikusstrasse 2
09669 Frankenberg

Tel.: 037206 84551

Mail: zucht(at)buckfast-sachsen.de

oder

Imkerei Puppe
Klossaer Strasse 25
06917 Jessen / Klossa

Tel.: 03537 200775
Fax: 03537 2038024

Mail: klossaerhonig(at)email.de


Belegstelleneröffnung und Anlieferung/Abholung:
1. Durchgang: 03.06.2017
2. Durchgang: 10.06.2017
3. Durchgang: 17.06.2017
4. Durchgang: 24.06.2017
5. Durchgang: 01.07.2017
6. Durchgang: 08.07.2017
7. Durchgang: 15.07.2017 (letzter Durchgang!)

Letzte Anlieferung: 15.07.2017
Letzte Abholung: 30.07.2017

Kosten für Mitglieder des Landesverbandes Sächsischer Buckfastimker e.V. :

  • 4,00 EUR pro Einheit

Kosten für Nichtmitglieder oder Mitglieder eines anderen Buckfast-Landeszuchtverbandes:

  • 5,00 EUR pro Einheit

Einmaliger Beitrag zur Zuchtförderung:

  • 5,00 EUR je Beschicker

Bitte melden Sie die Einheiten an, die Sie planmäßig liefern wollen. Sollten Sie dann mehr oder weniger Einheiten liefern können, bitten wir um kurze Information, damit wir besser planen können.

Die Anmeldegebühr kann bei Anlieferung auch direkt entrichtet werden. Dies sollte aber die Ausnahme bleiben!
Bitte haben Sie Verständnis, dass der Belegstellenleiter unangemeldete und unbezahlte Einheiten bei zu hoher Auslastung der Belegstelle abweisen kann.

Näheres regelt unsere Belegstellenordnung.

Hier gelangen Sie zur Anmeldung 


Drohnenvölker 2017

Pedigree: B73(DSU)  .15 B23(DSU) frkg B49(DB)     .14 B2(DSU) frkg B46(BZF) etc.

Beschreibung der Drohnenlinie:

Die Töchter unserer B73 gehen auf das Material der 2011 als Drohnenlinie bereits in Friedrichkoog aufgestellten B104 von Sven Ledowski zurück. Diese B104(SL) ist uns aufgefallen, da die Töchter hervorragend die kleinen Zellen 5,1 und 4,9mm ausbauen.

Eine weitere Auslese in Richtung Wabenbau auf kleinen Zellen verbesserte diese Eigenschaft so dass diese Linie hervorragend mit dem Ausbau von 4,9mm Mittelwänden zurecht kommt. Aber auch mit größeren Zellen ist die Bautätigkeit als gut zu bezeichnen. Überbau zwischen den Rähmchen erfolgt nur, wenn verpasst wird, rechtzeitig Raum zu geben.
Die Schwarmneigung ist so gut wie nicht vorhanden. Von 30 Schwestern wurde nur bei 3 Völkern Schwarmzellen angezogen.

Der Umgang mit dem Winterfutter ist als sparsam einzustufen, wobei der Futterverbrauch im Frühjahr, durch starken, für unserer Region auf 400m im Erzgebirge frühen Bruteinschlag, rasch ansteigt.

Sanftmut
Die Völker können zu jeder Jahreszeit ohne Schleier bearbeitet werden. Nur ganz selten wird überhaupt mit Rauch gearbeitet. Wird die Beute geöffnet, so sind nach kurzer Zeit keine Bienen mehr zu sehen, da sie sich schnell zwischen die Wabengassen zurückziehen.

Ertrag
Bei uns im Erzgebirge dominiert die Frühtracht, die dazu noch sehr sicher ist. Da wir der Zuchtauslese wegen, weder die Völker verstärken oder Ausgleichen, ist der Ertrag in der Geschwistergruppe Schwankungen unterworfen. Die Sommertracht wird gut genutzt, vor allem die Linde wird oft bis weit nach dem dunkel werden angeflogen. Die Spättracht (Heide) wurde genutzt, ohne dass die Üblichen Schwächungen der Heidevölker zu beobachten waren.

Putztrieb
Der Putztrieb wurde von uns mit 4 Eingestuft weil bei gutem Trachtangebot die Putztätigkeit leider nach hinten gestellt wird.

 

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